Leistungsspektrum

Die Gesamtverantwortung für die Therapieplanung und -umsetzung liegt in fachärztlicher Hand. Alle Fachärzte besitzen eine spezifische psychotherapeutische Zusatzqualifikation.


Die ärztliche Therapie umfasst die initiale diagnostische Einschätzung sowie differentialdiagnostische Abgrenzung, die Planung und Überwachung der psychopharmakologischen Behandlung sowie die Verordnung der begleitenden Psychotherapien und Spezialtherapien. Zusätzlich zu den Fachärzten für Psychiatrie und Psychotherapie verstärken Facharztqualifikationen somatischer Fächer (Innere Medizin, Allgemeinmedizin, Chirurgie sowie Physikalische und Rehabilitative Medizin) unser Team.

Im Folgenden geben wir eine Übersicht der Therapieformen:

Psychotherapien
In der Privatklinik Dr. Amelung werden gezielt Synergieeffekte genutzt, um die Effektivität der psychotherapeutischen Interventionen zu optimieren. Gemäß unseres ganzheitlichen Ansatzes vertreten wir einen multiprofessionellen, interdisziplinären Ansatz: Psychologische Psychotherapeuten und Fachtherapeuten haben nach ihrem qualifizierenden Studium, diverse Weiterbildungen in wissenschaftlich anerkannten Therapieverfahren abgeschlossen und langjährige Berufserfahrung erworben. Sie arbeiten im Team eng mit den Ärzten und Pflegekräften zusammen, um für den Patienten eine engmaschige Betreuung zu gewährleisten. Der Anspruch aller psychotherapeutisch tätigen Mitarbeiter ist es, bei hoher Professionalität immer zugewandt, warmherzig und wertschätzend wirksam zu sein. Durch die große Anzahl hoch qualifizierter Mitarbeiter aus verschiedenen Fachrichtungen steht ein breites Spektrum von Therapieangeboten zur Verfügung, aus dem für den jeweiligen Patienten zum gegebenen Zeitpunkt eine Auswahl getroffen wird.

Im Folgenden finden Sie Beschreibungen der verschiedenen Therapieansätze, die im Rahmen einer Einzeltherapie (bis zu 3 mal wöchentlich) angeboten werden. Je nach Indikation können auch verschiedene Therapiemodule kombiniert zum Einsatz kommen:

Einzeltherapie
verhaltenstherapeutisch
Die Verhaltenstherapie ist ein Ansatz, der ein breites Spektrum von Therapietechniken umfasst. Alle Methoden sollen ziel- und lösungsorientiert die Möglichkeiten des Patienten zur Selbsthilfe fördern. Nach Einsicht in die Ursachen und die Entstehungsgeschichte seiner Problematik wird der Patient angeleitet, neue und angemessenere Verhaltensweisen zu entwickeln und zu erproben. Dem lerntheoretischen Ansatz folgend ist der Kerngedanke der Verhaltenstherapie: „Jede Verhaltensstörung ist erlernt und kann durch entsprechendes Gegenlernen abgebaut werden.“ Dabei wird in der modernen Verhaltenstherapie unter Verhalten nicht nur die äußerlich sichtbare Aktivität des Menschen verstanden, sondern auch die inneren Vorgänge wie Gefühle, Denken und körperliche Prozesse. Mittels neuer Lernerfahrungen wird eine systematische Besserung der Symptomatik und damit einhergehend eine Verbesserung der Lebensqualität des Patienten angestrebt. Die Haltung des aktiven Sicheinbringens ist dabei eine wichtige Voraussetzung für den späteren Therapieerfolg.
tiefenpsychologisch fundiert
Tiefenpsychologisch fundierte Verfahren basieren auf der Arbeit an einem Aktualkonflikt. Die Reaktualisierung eines Grundkonflikts oder die Folgekonflikte aus Entwicklungsdefiziten werden auf dem Hintergrund des analytischen Ätiologiekonzepts verstanden und mit analytischen Techniken, allerdings unter Begrenzung von Regression und Übertragung, bearbeitet. Weitgehende Veränderungen der Persönlichkeit oder des sozialen Umfeldes sind nicht intendiert.
analytisch
Beim analytischen Ansatz wird unbewussten Prozessen eine wesentliche Bedeutung bei der Entwicklung und Stabilisierung der Persönlichkeit zugewiesen. Psychische Störungen sind demnach das Resultat von unbewussten Lösungsversuchen innerpsychischer Konflikte oder von Entwicklungsdefiziten. Das Ziel der analytischen Psychotherapie liegt prinzipiell darin, dass durch Bewusstwerden von Unbewusstem neue Gestaltungsmöglichkeiten für das eigene Leben erarbeitet werden. Die Therapie bietet einen geschützten Rahmen zur Analyse von Übertragung, Gegenübertragung, Widerstand und Regression. Durch die Methoden des Konfrontierens, Klärens und Deutens kommt es zu tiefen Einsichten in sich selbst.
störungsspezifische Therapien bei Depressionen (IPT, CBASP)
In der interpersonellen Psychotherapie (IPT) liegt der Fokus auf dem wechselseitigen Zusammenhang zwischen der depressiven Störung des Patienten und aktuellen zwischenmenschlichen sowie psychosozialen Problemen (z.B. Trauer, Ehekonflikt oder Veränderungen der sozialen Rolle). In der Therapie werden daher neben der gezielten Arbeit am Abbau der depressiven Symptomatik die Fähigkeiten zur emotionalen Bearbeitung und sozialen Bewältigung interpersoneller Schwierigkeiten entwickelt. Dabei sind Elemente unterschiedlicher Therapierichtungen enthalten bei einer aktiven und unterstützenden Haltung des Therapeuten. Das Cognitive Behavioral Analysis System of Psychotherapy (CBASP) dient der Behandlung chronisch depressiver Patienten. Ein wesentliches Ziel liegt im Abbau der Vermeidung zwischenmenschlicher Beziehungen zur Verbesserung der dysfunktionalen Gefühlsregulation und zum Abbau depressiver Symptomatik.
störungsspezifische Therapien bei Borderline Persönlichkeitsstörungen (DBT)
Die DBT wurde zunächst als ambulante Therapieform vornehmlich für Borderlinestörungen entwickelt und umfasst u.a. Einzeltherapie und Fertigkeitentraining in der Gruppe. In der Einzeltherapie werden die Problembereiche hierarchisch im Sinne der Dringlichkeit geordnet. Vorrangig stehen suizidales und parasuizidales Verhalten, gefolgt von therapiegefährdendem Verhalten, Beeinträchtigungen der Lebensqualität und mangelnde Verhaltensfertigkeiten. In dieser Reihenfolge werden die Problemfelder bearbeitet und falls nötig, geht der Behandlungsfokus umgehend nochmal auf die nächst höhere Ebene zurück. Wesentliche Grundlage der Behandlung ist eine tragfähige therapeutische Beziehung mit Unterstützung des Therapeuten in Hilfs-Ich Funktion, beispielsweise bei angemessener Grenzsetzung, Entwicklung der Selbstdisziplin, Wertschätzung erreichter Fähigkeiten und anderem. Die in der Gruppentherapie vermittelten Fertigkeiten treffen auch auf die Einzelbehandlung zu. Das Fertigkeitentraining findet regelmäßig, mindestens einmal wöchentlich, statt und besteht aus den vier Modulen innere Achtsamkeit, zwischenmenschliche Fertigkeiten, Umgang mit Gefühlen und Stresstoleranz. Diese vier Module sind feste Bestandteile des DBT-Skillstrainings.
Die dialektisch behaviorale Therapie (DBT) ist ein Therapieansatz vornehmlich zur Behandlung der Borderline-Persönlichkeitsstörung. Es wird davon ausgegangen, dass bei der Störung eine hohe emotionaler Verletzlichkeit bei gleichzeitigem Mangel der Fähigkeit zur Gefühlsregulation vorliegt. Die DBT versucht unter anderem durch ein spezielles Fertigkeitentraining bislang unkontrollierte Prozesse für den Patienten steuerbarer zu machen.
klientenzentriert
Die klientenzentrierte Therapie basiert auf der Wirkung von Empathie, Wertschätzung und Echtheit und unterstützt die Selbstaktualisierungstendenz des Patienten. Die Art der Gesprächsführung in der klientenzentrierten Psychotherapie erleichtert die Entfaltung der eigenen Potentiale des Patienten.
systemisch
Dieser Ansatz, der sich aus der Familientherapie entwickelte, versteht das System der interpersonellen Beziehungen als Grundlage, auf der sich Fähigkeiten aber auch Störungen entwickeln. Der Patient wird als Symptomträger für das System verstanden. Nach präziser Auftragsklärung werden spezielle, lösungsorientierte Techniken eingesetzt, mit denen die eigenen Kompetenzen neu entdeckt und für die Lösung der aktuellen Problematik nutzbar gemacht werden sollen.
hypnotherapeutisch
Die Hypnose- oder Hypnotherapie ist eine sehr wirkungsvolle, wissenschaftlich anerkannte Therapiemethode mit breitem Einsatzgebiet bei seelischen und körperlichen Störungen wie z.B. Depressionen, Ängsten, Schmerzzuständen, Verhaltensstörungen und psychosomatischen Beschwerden. Im Hypnose- bzw. Trancezustand - einem Zustand tiefer Entspannung bei nach innen gerichteter Aufmerksamkeit - werden tiefere Bereiche der Persönlichkeit angesprochen und unbewusste Prozesse für Veränderungen genutzt, so dass es zur Aktivierung von Ressourcen, Heilungsprozessen und Stärkung der Persönlichkeit kommt.
traumatherapeutisch
Ein einzelnes Erlebnis oder ein länger andauerndes Geschehen, das mit extremer Angst und Hilflosigkeit verknüpft war, kann die psychische Verarbeitungsfähigkeit des Betroffenen überfordern. Die wirkungsvolle Behandlung des dadurch tief erschütterten Selbst- und Weltverständnis setzt spezielle psychotherapeutische Techniken voraus, die unter dem Begriff der Traumatherapie angeboten werden.
körperpsychotherapeutisch
Im Mittelpunkt der körperzentrierten Psychotherapie steht die Wahrnehmung des eigenen Körpers. über die Wahrnehmung des Atems wird ein unmittelbarer Kontakt zu den eigenen Gefühlen und Körperempfindungen hergestellt. Chronische Körperspannungsmuster können so identifiziert und mit Hilfe von bewusstem Atmen, Bewegung, Stimme und im Dialog mit dem Therapeuten langsam aufgelöst werden. Ziel ist die Sensibilisierung der Wahrnehmung, ein Erleben größerer Vitalität und Freiheit im Selbstausdruck.
sexualtherapeutisch
Bei der Sexualtherapie nach dem sogenannten „Hamburger Modell" handelt es sich um einen Ansatz mit dem psychisch bedingte sexuelle Funktionsstörungen bei Männern und Frauen auf der Grundlage einer tiefenpsychologisch orientierten Einzeltherapie behandelt werden, wobei die Möglichkeit besteht, den Partner in den Sitzungen mit einzubeziehen.
Eye Movement Desensitization and Reprocessing (EMDR)
Nach einem Trauma kann es zum sogenannten „sprachlosen Entsetzen“ kommen, d.h. in der rechten Hirnhälfte werden Bilder prozessiert, die der Patient vor Augen hat, während das Sprachzentrum aktiv unterdrückt wird. Der Patient kann das Geschehene so nicht in Worte fassen, wodurch nachfolgend eine Verarbeitung des Erlebten erschwert wird. Es gibt bereits eine Vielzahl von Studien, die die Wirksamkeit von EMDR belegen und versuchen, die Wirkungsweise zu ergründen. Es wird angenommen, dass durch die bilaterale Stimulation mittels bestimmter Augenbewegungen (oder auch akustischen oder taktilen Reizen), eine Synchronisation der Hirnhälften ermöglicht wird, die bei der posttraumatischen Belastungsstörung gestört ist. Erklärend wird Bezug genommen auf eine Phase während des Schlafes, bei der starke Augenbewegungen stattfinden und zugleich ein erhöhter Verarbeitungsmodus des im Alltag Erlebten vermutet wird. Die EMDR-Methode zur Behandlung von Posttraumatischen Belastungsstörungen gilt bei Erwachsenen laut Wissenschaftliche Beirat Psychotherapie (2006) als wissenschaftlich anerkannt. Zusätzlich werden heute auch andere Anwendungsmöglichkeiten des EMDR erprobt, z. B. bei der Behandlung von Angststörungen, die nicht immer Symptom eines erlittenen Traumas sein müssen.
Existenzanalyse
Die Existenzanalyse wurde von V. Frankl in den dreißiger Jahren als anthropologische Theorie für eine existentielle Richtung der Psychotherapie und Beratung entwickelt. Existenzanalyse bedeutet Analyse der Bedingungen für ein wertfühlendes, selbstgestaltetes und menschenwürdiges Leben. Existenzanalyse hat die Entfaltung der Offenheit und Eigenaktivität (Hingabefähigkeit) im Erleben, in den Beziehungen und im Handeln zum Ziel. Die Existenzanalyse arbeitet somit an den personalen Voraussetzungen für eine sinnvolle Existenz, wo diese durch seelische Krankheiten und Störungen verschüttet sind. Sie hat als theoretischen und praktischen Hintergrund das Konzept der Grundmotivationen, die als „Bausteine der Existenz“ systematisch im Beratungs- und Therapiegespräch eingesetzt werden. Darüber hinaus steht für die Therapie die Methodik der „Personalen Existenzanalyse“ zur Verfügung. Bei ihr handelt es sich um eine existentielle und phänomenologische Methode der Psychotherapie, die es ermöglicht, psychogene (insbesondere neurotische) Störungen tiefenpsychologisch mit Existenzanalyse zu behandeln. In der Existenzanalyse wird der Mensch nicht als Ergebnis innerpsychischer Prozesse oder umweltlicher Einflüsse angesehen, sondern als ein Wesen, das sich in dem, was im Leben zählt, selbst gestalten kann. Daher sind Begriffe wie Dasein (Existenz), Beziehung (Werte), Freiheit in der Entscheidung, Verantwortung (Gewissen) Grundbegriffe existenzanalytischer Denkweise, die im Schlüsselbegriff „Sinn“ (=Logos) zusammenlaufen. Dafür stehen der Existenzanalyse und der Logotherapie rund ein Dutzend spezifischer Methoden und Techniken zur Verfügung.
Coaching, Burn-out- und Mobbing-Prophylaxe
Im Sinne der „work-life-balance“ können Leistungsthemen geklärt werden. Ziele liegen in der Verbesserung der Selbstregulation im Leistungsbereich z.B. durch Erarbeitung eines individuell passenden Stressmanagements oder Modifikation des Kommunikationsstils des Patienten, damit die berufliche Position zufriedenstellend und dauerhaft ausgefüllt werden kann.
Gruppentherapien

Neben den Einzeltherapiemodulen wird die psychotherapeutische Arbeit optional in Gruppentherapien ergänzt bzw. vertieft. Die Gruppentherapien finden hochfrequent an mindestens 3 Tagen in der Woche, z.T. auch täglich und an Schwerpunktwochenenden statt.

themenzentrierte Gesprächstherapie
Die zweimal wöchentlich durchgeführte Gruppe folgt einem salutogenetischen Konzept zur Verbesserung der Kontaktfähigkeit von Patienten und wirkt durch die vorgegebene Struktur eher stützend und ressourcenorientiert. Es werden Themen besprochen, die für die psychische Verfassung des Menschen von genereller Bedeutung sind wie z.B. der Umgang mit Konflikten oder Beziehungen. Dabei liegt das Hauptaugenmerk nicht auf den früheren Erfahrungen der Teilnehmer, sondern auf ihrem lebendigen Miteinander im Hier und Jetzt der Gruppe. Neben dem kommunikativen Austausch, werden Rollenspiele, vertiefende Fragebögen und Entspannungsübungen gegebenenfalls in die Sitzungen integriert.
Gesprächstherapie mit CBASP-Elementen
Die Gruppe wurde vor allem für (chronisch) depressive Patienten konzipiert und findet dreimal wöchentlich statt. In der Regel schildert ein Teilnehmer zu Beginn ein persönliches Problem. Mit Hilfe von Rollenspielen in der Gruppe und von der Therapeutin geleiteten Situationsanalysen, Übungen zur interpersonellen Kommunikation und psychoedukativen Elementen klärt sich das Erleben allmählich und es entwickelt sich eine neue Perspektive im Umgang mit dem Problembereich, von der alle Teilnehmer profitieren können. Ein wichtiger Wirkfaktor ist das Erlebnis mit dem Geschehen nicht allein zu sein und die Erkenntnis, nicht hilflos ausgeliefert zu sein.
Bonding-Therapie
In der Bonding-Therapie finden emotions- und erlebnisorientierte Lernprozesse statt, durch die der Zugang zu tiefen Gefühlen und die Entwicklung neuer Erlebens- und Verhaltensweisen angestrebt wird. In der Gruppe werden neue Einstellungen erarbeitet und im Verhalten eingeübt. Die Gruppentherapie findet fünfmal pro Woche statt. Ergänzt wird das Angebot ca. einmal monatlich durch ein Bonding-Wochenende (intensive psychotherapeutische Arbeit von Freitag- bis Sonntag). Das Ziel der Behandlung liegt in der Erarbeitung von Möglichkeiten zur adäquaten Befriedigung der Grundbedürfnisse nach Bindung, Autonomie, Selbstwert, körperlichem Wohlbefinden, Identität und Lebenssinn. Die Therapeuten unterstützen den Ausdruck von Emotionen, fördern die Konfliktfähigkeit und unterstützen bei der Vermittlung gegenseitiger Wertschätzung.
analytisch geprägte Gesprächstherapie
In der an allen Werktagen stattfindenden Gruppe kommt es zur Re-Inszenierung der gewohnten Beziehungsmuster und Erprobung von neuen Möglichkeiten zum Umgang mit sich und anderen. Die Teilnehmer erleben sich in ihren gewohnten Rollen und Haltungen. Die gegenseitige Spiegelung und Rückmeldung darüber hilft beim Abbau von „blinden Flecken“. Mit intensivem Bezug zur Lebensgeschichte werden zwischenmenschliche Blockaden analysiert und abgebaut. Der Ablauf der Gruppe folgt lediglich einer Minimalstrukturierung von Ort und Zeitpunkt. Die Thematik und Intensität der Gruppenarbeit ergibt sich aus der Dynamik der Teilnehmer.
Spezialtherapien
Kunst- und Musiktherapie
Diese Therapien bieten die Möglichkeit, sich etwas bewusst zu machen, für das es (noch) keine Worte gibt. Die Therapeuten regen die Gruppe zur Kreativität, zum explorativen Handeln und zur nonverbalen Kommunikation an, um so zur Lösung von inneren Konflikten beizutragen.
  • Kunsttherapie
    Die Kunsttherapie hat den bildhaften Ausdruck von seelischem Geschehen zum Ziel. Das kreative Potential wird als innere Quelle zum Verständnis der eigenen Person und zur Entwicklung neuer Perspektiven im Umgang mit den individuellen Problemen genutzt. Die Patienten gestalten über Form und Farbe ihren inneren Konflikt und machen ihn so sich, der Therapeutin und der Gruppe zur Bearbeitung zugänglich. In der Privatklinik Dr. Amelung werden zwei kunsttherapeutische Gruppen jeweils zweimal pro Woche angeboten. Außerdem besteht die Möglichkeit zu Einzelsitzungen.
  • Musiktherapie
    In der Musiktherapie wird das Selbsterleben durch aktives Handeln gestärkt. Das Spiel mit den Instrumenten regt die Teilnehmer zu neuen Erfahrungswelten an. In eher stützender oder konfliktzentrierter Gruppenarbeit wird jeweils zweimal pro Woche die Introspektionsfähigkeit des Patienten gebessert, so dass er seinen Empfindungen authentisch Ausdruck geben und damit neue Einsichten gewinnen kann. In Einzelsitzungen können Erfahrungen intensiviert werden.
Ergotherapie
Durch Ergotherapie soll bedeutungsvolle Betätigung erreicht werden und ressourcenorientierte Betätigung wird als therapeutisches Medium eingesetzt. Die Gestaltung von Werkstücken wie z.B. Bildern, Körben, Collagen, Specksteinen, Ton oder Holz in Gemeinschaft mit anderen vermittelt Erfolgserlebnisse. Dieser Einsatz von handwerklichen und gestalterischen Medien und Techniken führt zu einer allgemeinen Aktivierung. Der ergotherapeutische Ansatz kann jedoch auch auf spezifischere Zielsetzungen gerichtet sein: So können Sie z.B. in der Privatklinik Dr. Amelung in Gruppen am emotionalen Kompetenztraining (TEK), am Genußtraining, am Gehirnjogging gegen Konzentrations- und Gedächtnisstörungen oder an verschiedenen Projekten z.B. zur Vertiefung der Arbeit von Gesprächsgruppen teilnehmen. Im geriatrischen Bereich stehen die Förderung der sozialen Interaktion, Biographiearbeit und die Psychoedukation im Mittelpunkt der Patientenbetreuung. Wander-, Garten-, Spiele- und Lese-/Schreibgruppen ergänzen das ergotherapeutische Angebot.
Psychotherapeutisch übende Entspannungsverfahren
Je nach Gruppenverlauf und Indikationen werden bei den einzelnen Verfahren ergänzend Meditationsübungen, Visualisierungen, formelhafte Vorsatzbildungen und Phantasiereisen integriert. Psychotherapeutische übende Entspannungsverfahren dienen dazu, dass sich ein Zustand körperlich-seelischer Gelöstheit und damit Wohlbefinden einstellt.

Entspannungsmethoden fördern die Selbst- und Fremdwahrnehmung, so dass individuelle Belastungssituationen besser bewältigt, die Zentrierung auf Wesentliches gesteigert und vielfältige Symptome wie z.B. Schlafprobleme, Tinnitus und Bluthochdruck oder depressive Verstimmung, Angst, Erschöpfungszustände und Konzentrationsstörungen positiv beeinflussen werden können. In der Privatklinik Dr. Amelung wird durch eine einstündige „Einführung in Entspannungsverfahren" über Indikation, Ziele und Verfahren informiert. Folgende Therapien, die sich zum Teil auch kombinieren lassen, werden angeboten:
  • Progressive Muskelrelaxation
    Progressive Muskelrelaxation (PMR, Tiefenentspannung nach E. Jacobson) basiert darauf, dass sich psychische Anspannung durch eine Entspannung der Muskulatur reduzieren lässt. Bei dem Verfahren werden einzelne Muskelgruppen kurz angespannt, um sie bewusst zu spüren und sie dann gezielt zu entspannen. In der Privatklinik Dr. Amelung wird es in drei verschiedenen Varianten zweimal wöchentlich gelehrt.
  • Autogenes Training
    Beim Autogenen Training (AT) werden körperliche Prozesse durch Autosuggestion beeinflusst. Durch die Wiederholung von bestimmten übungsformeln (z.B. „Ich bin ruhig, ganz ruhig") wird eine konzentrative Selbstentspannung erreicht. AT wird zweimal wöchentlich angeboten.
  • Achtsamkeitstraining
    Das Achtsamkeitstraining enthält Elemente vom Mindfulness-Based Stress Reduction Program und besteht aus einer Kombination von Meditationstechniken, Yogapraktiken und Körperübungen. Das Achtsamkeitstraining wird zweimal wöchentlich durchgeführt.
  • Qi Gong
    Im Qi Gong werden Atem-, Körper-, Bewegungs-, Konzentrations- und Meditationsübungen kombiniert. An dem Angebot kann man zweimal wöchentlich teilnehmen.
  • Meditatives Malen
    Das meditative Malen im Anschluss an Imaginationsübungen fördert das kreative Potential und wird einmal wöchentlich durchgeführt.
Physiotherapie
Hauptindikation für die Anwendung physikalischer Therapiemaßnahmen sind Schmerzen und Funktionseinschränkungen aufgrund von Überlastung oder infolge degenerativer Prozesse. Es handelt sich praktisch immer um eine symptomatische Therapie. Die Abteilung bietet den Patienten neben klassischen Massagen, Lymphdrainage oder Krankengymnastik noch verschiedene entspannende oder anregende Vollbäder, Wärmebehandlungen wie Fango und eine Infrarotkabine. Für Patienten, die körperliche Nähe nicht zulassen können steht ein Hydro- Spa Massageliege bereit und zur Tiefenentspannung wird ein Floater (Salzbad) eingesetzt. Um das therapeutische Angebot abzurunden werden verschiedene Gymnastikgruppen (von Ausdauer-, Funktions-, Senioren-, bis isometrischer Gymnastik) sowie ein morgendlicher Waldlauf und eine ausgedehnte geführte Wanderung angeboten.
Diätberatung
Neben der Vollkost und „Leichten Vollkost“ bieten wir verschiedene Diäten an, wie z. B.
  • - Reduktionskost
  • - Ernährung bei Fettstoffwechselstörungen
  • - Chronische Stoffwechselerkrankungen, z. B.
    • Diabetes mellitus
    • Lacoseinoleranz
    • Zöliakie/ Spruey
  • - Individuelle Unverträglichkeiten
  • - Allergien

Bei Bedarf findet nach Aufnahme ein Gespräch mit unserer Diätassistentin statt, in dem die Ernährung während des Aufenthaltes besprochen wird. Unsere hauseigene Küche ist in der Lage, flexibel auf die individuellen Notwendigkeiten einzugehen.

Ergänzende Angebote
Selbsthilfegruppen

Die Selbsthilfearbeit hat sich bei verschiedenen Störungsbildern als ausgesprochen hilfreich erwiesen. Die Privatklinik Dr. Amelung ermutigt die Patienten daher sehr zum Erfahrungsaustausch in Gruppen ohne professionelle Leitung, die in den Räumen der Klinik abends stattfinden.

Psychoedukation

In Abendvorträgen werden einzelne Themenbereiche wie Ernährung, Sucht, Angst oder spezifische Therapieansätze von Ärzten oder Psychologen dargestellt.

Offenes Singen